Fluidmotor

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Peitschen vom Himmel  : Mein ausführlicher Kommentar zu einem GEO-Artikel von 1979, der sich mit dem meteorologischen Wirbel beschäftigt. Die Enstehungs- und Funktionsweise eines Wirbelsturms wird dabei auf der Grundlage des Artikels herausgearbeitet.

Vom Wirbel zur reversiblen Thermodynamik : In dieser Arbeit wird der systematische Weg über ein grundlegendes Experiment am Wirbelrohr als technisch perfekte Imitation meteorologischer Verhältnisse bis zum theoretischen Entwurf einer funktionstüchtigen Maschine skizziert. Es wird bewiesen, daß Thermodynamik reversibel sein kann, wenn man den Begriff sinnvoll erweitert auf die realistischen Verhältnisse, nämlich eine vorhandene Hydro-Thermodynamik. Die Reversibilität beweist die mögliche Nutzung von Anergie (Umgebungswärme) und ihre Wandelbarkeit in Exergie, also Antriebsenergie. Diese Arbeit mündete in einer internationalen Patentanmeldung im Jahre 1989 (s.u.)

Neubau der Theorie: Entropie - ein mit pseudo-religiösen Inhalten befrachteter Begriff ("Pfeil der Zeit", "Wärmetod des Universums" u.a.) findet hier seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof der spezifischen Stoffkonstanten. Plötzlich kann man mit ihm arbeiten. Immerhin - ein überraschendes Ende, über das man sich ausnahmsweise mal freuen kann...

Patentanmeldung von 1989: Dies ist die komplette Patentanmeldung des Fluidmotors von 1989 im Original-Wortlaut. Sie haben die Möglichkeit, diese Patentanmeldung als HTML-Dokument oder als PDF-Datei (183 KB) einzusehen.

Neue Wege: Nutzung der Umgebungswärme : In diesem Vortrag, der sich nur vordergründig mit Wärme beschäftigt, wird die herkömmliche Sicht der Dinge in der Physik vom Kopf auf die Füße gestellt. Die gleich am Anfang aufgestellten Thesen werden bewiesen durch eine neue, einleuchtende und sich selbst erklärende Sichtweise verschiedener physikalischer Ansätze und soll so einen Beitrag leisten zu einem einheitlichen physikalischen Weltbild, nach dem angeblich schon so lange gesucht wird. Der Weg dahin wird sicher nicht einfach sein, weil er vieles in Frage stellt, an das man sich so sehr gewöhnt hat.

Der Weg ist das Ziel

Womit anfangen, wenn der Kopf vor Mitteilungsbedürfnis zu bersten droht? Ganz einfach: der Reihe nach und von vorne. Dann bildet sich so etwas wie ein String, der durchs wahre Leben geflochten ist, und damit kann doch auch ein Physiker schon mal etwas anfangen.

Ist es möglich, innerhalb von zwei Stunden ein Weltbild zu kippen? Es geht.

Ich habe es erlebt. Ich weiß nicht mehr den Tag und die Stunde, aber es passierte 1985, als ich Wilfried kennenlernte. Damals war er Geschäftsführer einer Firma im Ruhrgebiet, die Notstromaggregate für EDV (sog. USV) und Schaltungen für Energiesparlampen herstellte. Ich hatte denen eine EDV-Anlage verkauft und wartete vergeblich auf den fälligen Rechnungsausgleich. Bei Gesprächen über eine einvernehmliche Regelung stellte sich heraus, daß der Kunde wohl nicht würde bezahlen können. Trotzdem überließ ich Wilfried die Anlage, nachdem wir uns gut zwei Stunden unterhalten hatten. Wie das?

Ich hatte früher Physik studiert, in diesem Fach aber keine Karriere gemacht und mich anderweitig orientiert. Bis zu diesem Zusammentreffen. Ab da war alles anders. Seine subtile Fragestellung bei Betrachtung verschiedener Phänomene führte mich bilderbuchmäßig wieder dorthin zurück, wo die Wurzeln aller Forschung eigentlich begraben sind: in der Wissenschafts- und Erkenntnistheorie.

Um es hier kurz zu machen: nach dem Gespräch bestanden für mich erhebliche Zweifel an der allgemeinen Gültigkeit des II. Hauptsatzes der Wärmelehre.

Die Einzelheiten dazu entnehmen Sie bitte der Arbeit "Vom Wirbel zur reversiblen Thermodynamik", womit wir schon wieder bei der Entropie angekommen sind, denn jeder Kenner dieses Gebietes wird doch sofort entgegenhalten, daß Thermodynamik wegen des Entropietrends doch nicht reversibel sein kann. Die Lektüre dieses Aufsatzes wird Sie sicher zu der Erkenntnis führen, daß man diese Annahme wohl wird aufgeben können und müssen.

Was der Wirbel damit im einzelnen zu tun hat, sprengt hier die Möglichkeiten der Erklärung, wird aber in der Arbeit ausführlich erläutert. Fundamentale Beobachtungen lassen es auch Jahre nach diesen Erkenntnissen völlig rätselhaft erscheinen, wieso ein solcher Satz überhaupt formuliert werden konnte, wo es doch offensichtlich so viele und deutliche Hinweise auf Ausnahmen von diesem Theorem gab. Selbst St. Hawking schreibt in einem seiner Werke, daß dieser Satz eben nicht immer, aber meistens gelte, was schon ernsthafte Zweifel an seiner allgemeinen Gültigkeit zuläßt.

Aber was denn nun: Naturgesetz oder nicht? Bereits in der Schule haben wir gelernt, daß in einem abgeschlossenen Raum (wozu auch theoretische Räume gehören) Widerspruchsfreiheit gelten muß für alle getroffenen Aussagen über diesen Raum. Am Beispiel: Gelingt es mir in der Mathematik zu beweisen, daß an irgend einer Stelle 0 = 1 ist, dann haben alle mathematischen Formeln, Tabellenbücher, Zinsberechnungen usw. ihre Gültigkeit verloren. Das Gebäude der Mathematik wäre eingestürzt. Das wollen wir nicht hoffen, denn die Mathematik ist so ziemlich die einzige verläßliche Stütze auf dem Weg zum Neubau einiger physikalischer Theorien.

Es begann eine Jahre dauernde Zusammenarbeit mit Wilfried, der sich als teilweise widersprüchliche Menschenfigur herausstellte, für soziales Zusammenleben nahezu ungeeignet, für Erkenntnisse auf dem Gebiet der Physik unübertroffen, ein Spagat, der erst einmal vollzogen werden will, weil er sich nicht nur zwischen zwei Menschen abspielt.

Trotz aller Schwierigkeiten auf diesem gemeinsamen Weg, der mit Unterbrechungen bis fast 1998 führte, verdanke ich Wilfried die Fähigkeit, angeblich grundsätzlich feststehende Aussagen kritisch hinterfragen zu können, und zwar so, daß an ihrer Grundsätzlichkeit ernsthafte Zweifel herauskommen können, wie es eben am Beispiel des II. Hauptsatzes der Thermodynamik der Fall war. Ich selbst bin als lebender Mensch eine Ausnahme von diesem Satz, zusammen mit ca. 6 Mrd. Mitmenschen [Stand Januar 2004] und einer nicht zu beziffernden Anzahl Tiere und Pflanzen. Das packt man dann in die Kiste der Biologie und hat das Problem damit erst einmal vornehm entsorgt. Bis es als Fragestellung wieder auf dem Tisch liegt.

Kann und darf die Physik (als frühere Königin der Wissenschaften) offene Erkenntnisse ausblenden, wenn sie nicht in das übliche Erklärungsschema passen?

Fortsetzung folgt.

http://fluidmotor.com/motor/fluidmotor.shtml , zuletzt geändert 01. 08. 2010

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